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Die Overijsselse Vecht

Die Overijsselse Vecht2019-01-25T11:25:15+00:00

Das Zentrum des grünen Vechtdal

Die Overijsselse Vecht

Der Overijsselse Vecht ist ein Regenwasserfluss in Deutschland und den Niederlanden. Es ist 167 Kilometer lang, davon 60 Kilometer in den Niederlanden. Der Ursprung liegt im Münsterland und endet bei Zwolle im Zwarte-Wasser mit einer Flussrate von 45 bis 83 Kubikmetern pro Sekunde. Das Einzugsgebiet der Vecht umfasst 3780 km². In Deutschland wird der Fluss Vechte erwähnt. Die erste schriftliche Erwähnung des Overijsselse Vecht stammt aus dem Jahr 1232.

Flusslauf

Im Münsterland gibt es mehrere Quellen der Vecht. Eine Quelle bildet zum Beispiel der Wassergraben der Burg Darfeld. Die Sage geht von einer anderen Quelle aus, dass Prinz Vechtan um 400 n. Chr. An der Kreuzung ertrunken wäre. Sein Name lebt im Namen des Flusses weiter. Wichtige Nebenflüsse, die sich der Vecht anschließen, sind die Steinfurter Aa, der Dinkel, der Entwässerungskanal von Gramsbergen, der die Funktion der Kleinen Coevordense Vecht übernommen hat, die einen Teil von Southeast Drenthe entwässert, und die Regge. Wichtige Orte und Gemeinden entlang der Vecht sind: Metelen, Wettringen, Schüttorf, Brandlecht, Nordhorn, Neuenhaus, Hoogstede, Emlichheim, Gramsbergen, Hardenberg, Ommen, Vilsteren, Dalfsen und Zwolle.

Bedeutung des Flusses für die Schifffahrt

De Vecht spielte bis in das 19. Jahrhundert hinein eine wichtige Rolle in der Schifffahrt. Der Fluss hatte eine unregelmäßige Fließgeschwindigkeit, so dass der Wasserstand in den Sommermonaten extrem niedrig sein konnte. Der Fluss war eigentlich nur in der wässrigen Zeit von Oktober bis April gut befahrbar. In den Sommermonaten war der Fluss fast trocken und die Schifffahrt wurde manchmal wochenlang eingestellt. Darüber hinaus war der Fluss sehr kurvig. Die Fahrtzeit von Zwolle nach Nordhorn betrug etwa 6 Tage, während ein Skipper in 2 Tagen von Amsterdam nach Zwolle segelte. Der dazu verwendete Sommerstift wurde so angepasst, dass man so lange wie möglich weitermachen konnte. Bei zu niedrigem Wasserstand wurden die Kapitäne Dämme in den Fluss geworfen. Sobald genügend Wasser gesammelt wurde, wurde der Damm durchfahren und man konnte weiter segeln (ein Stück). Dies war eine übliche Praxis an allen Flüssen im Osten der Niederlande: Segeln, wo es kein Wasser gab. Über den Vecht wurde viel Bentheimer Sandstein, ein wichtiger Baustoff, transportiert. An der Grenze mussten hohe Mautgebühren bezahlt werden. Um dies zu vermeiden, schmuggelten die Kapitäne viel. Es sind viele Beispiele bekannt: Seidenspeck wurde an die Platte genagelt und z.B. Schinken wurde unter Wasser an einem Seil gezogen. Wenn ein Skipper gefangen wurde, wurden Fracht und Schiff verwirkt. Er könnte es dann gegen Bezahlung zurückkaufen. Wenn das Geld nicht zur Verfügung stand, wurde einem von anderen Skippern geholfen. Um die Fahrtzeit nach Zwolle zu verkürzen, wurde zu diesem Zweck um 1600 die Nieuwe Vecht gegraben. Zwolle hatte das Grundrecht an sämtlichen Waren, die über die Overijsselse Vecht transportiert wurden. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden der Kanal Dedemsvaart und sein Zweig des Lutter Hoofdwijk fertiggestellt. Sie bildeten eine kürzere Wasserstraße zwischen Coevorden und Zwolle, wodurch die Bedeutung der Vecht als Wasserstraße abnahm.

Wasserwerke

Im Jahr 1908 wurde der Fluss kanalisiert und viele Kurven wurden abgeschnitten. Aufgrund dieser und anderer Wasserwerke fiel das Wasser im Fluss auf ein niedriges Niveau und 1920 mussten sie sich entschließen, die Haandrik, Ane (jetzt abgerissen) Hardenberg, Diffelen (nahe Mariënberg), Junne (östlich von Ommen), Vilsteren und Vechterweerd (bei Marshoek, zwischen Dalfsen und Zwolle). Der Fluss ist von der Mündung bei Zwolle bis zum Wehr bei Junne für Schiffe befahrbar. Dies liegt daran, dass die Wehre stromabwärts von Junne Schleusen haben und das Wehr bei Junne selbst und weiter stromaufwärts nicht.

Quelle: wikipedia.org